Studienfahrt nach Paris vom 20. - 24.April 2015

20. April

Vom 20.04.15 bis zum 24.04.15 unternahmen wir mit den Französischkursen der 8., 9. und 10. Realschulklassen eine Fahrt nach Paris. Um 6.30 Uhr trafen wir uns bei der Schule und fuhren von dort aus los. Zwischendurch legten wir einige Pausen von 30 Minuten ein. Nach zehnstündiger Busfahrt kamen wir abends endlich im 2-Sterne-Hotel „Ibis" an. Das Hotel hatte eine relativ zentrale Lage. Die Zimmer waren recht klein, doch reichten für drei Personen völlig aus. Trotz der Größe war es ziemlich gemütlich. Am Abend sind wir mit der Metro, für die wir Tickets benötigten, zur la Défense gefahren, ein modernes Hochhausviertel in Paris. Auf diesem befanden sich mehrere sehenswürdige Gebäude, an denen oft bunte Lichter leuchteten. Auch la Grande Arche, initiiert von François Mitterrand, hat ihren Platz in diesem Viertel. In der Metro war es meistens kalt und sehr voll. Unser Abendessen gab es jeden Tag im Flunch-Restaurant. Heute bestand es aus frittiertem Fisch, Nuggets und beliebigen Beilagen. Das Essen war generell überall lecker, aber für uns nichts Außergewöhnliches.


21. April

An diesem Tag hatten wir unser erstes Frühstück im Hotel erledigt. Das Frühstück war leckerer als erwartet. Um ca. 10 Uhr sind wir mit dem Bus zur l’Île de la Cité gefahren. Einige von uns haben auf dem Weg dorthin geschlafen, andere haben aus dem Fenster Paris bewundert. Unterwegs sind wir an der Schlösserbrücke und an der Pont d'Alexandre vorbeigefahren. An einer Bushaltestelle mussten wir schnell aussteigen. Dort war Gelegenheit, um einige Fotos zu machen. Die Halbinsel ist außerdem auch mit vielen Brücken verbunden. Als wir dann vor der Kathedrale Notre Dame standen, haben wir erstmal Fotos gemacht und uns umgesehen. Notre Dame besteht aus einer komplizierten Architektur und ist mit bewundernswerten buntglasigen Fenstern ausgestattet. Jetzt konnten wir endlich sehen, wo Quasimodo von Viktor Hugo gewohnt hatte. Danach sind wir hineingegangen und haben die Kirche von innen erkundet. Napoléon höchstpersönlich wurde hier gekrönt. Immer wieder sahen wir Sicherheitspersonen, doch das war zu verstehen, denn hier, an so einem historischen Ort, befanden sich auch viele Menschen. Die Besichtigung dieses unvergesslichen Bauwerks hat sich wirklich gelohnt und uns sehr gefallen. Nun stand eine Stadtführung auf dem Plan.

 

Die Führung begann auf der l’Île de la Cité vor der Notre Dame. Unsere Stadtführerin Madame Piat führte uns zu dem Garten René-Viviani-Montebello, gleich neben der Halbinsel. Dort steht der älteste Baum von Paris, eine ca. 400 Jahre alte Robinie mit einer Größe von 11 Metern. Danach gingen wir zu einem Restaurant namens La Guillotine". Wir haben erfahren, dass die Guillotine zu mittelalterlichen Zeiten ein Gerät zur Vollstreckung der Todesstrafe war. Von dort aus ging es zu einer Römerstraße, die eine Nord-Südachse bildete. Diese Straße war erstaunlich lang. Daraufhin waren wir im Lateinischen Viertel, Quartier Latin, wo damals nur Latein gesprochen wurde. Anschließend schlenderten wir durch eine Gasse, in welcher noch Überreste von früheren Gebäuden zu sehen waren. Nachdem wir eine große französische Universität, la Sorbonne entdeckten, kamen wir zu einem alten Römerbad, welches sehr interessant aussah. Gleich daneben befand sich ein Besinnungsgarten mit vielen Blumen, kleinen Hügeln und hellgrünen Bäumen. Wir gingen einen Sandweg entlang und man fühlte sich einen Moment lang nicht wie in einer Hauptstadt, sondern wie auf dem Land zu der besten Sommerzeit. Anschließend sahen wir uns beim Luxemburger Park das Pariser Parlament an. Auf dem Rückweg hielten wir noch kurz bei einem alten Theater an, welches wegen vielen Bränden oft renoviert werden musste. So viel Information machte hungrig, also holten wir uns unser Mittagessen beim üblichen McDonald's und kehrten zum Garten zurück. Hier war die Führung beendet und wir konnten in Ruhe unsere Burger verzehren.

Im Großen und Ganzen war die Stadtrundführung interessant und informativ. Man hat viel Neues über die Ecken und Viertel der Hauptstadt Frankreichs erfahren. Wer wusste denn schon, dass Berlin achtmal so groß wie Paris ist? Jedenfalls hat es uns Spaß gemacht und alle waren guter Laune.

Nachdem wir die Notre Dame besichtigt und die Stadtführung erledigt hatten, ging es mit dem Bus weiter zum Schloss Versailles. Während der einstündigen Fahrt konnten wir den Eiffelturm kurzzeitig aus dem Fenster betrachten. Als wir ankamen, konnte man bereits von weitem das Schloss sehen. Bevor wir uns an der Schlange, die zum Eingang führte, anstellen konnten, gingen wir durch ein goldenes Tor, welches das ganze Grundstück umzäunte. Im Gebäude angekommen, gab es erstmal eine Taschenkontrolle. Zusammen ging es weiter zu einer Theke, wo jeder einen Audio-Guide erhielt. Das war ein kleines Gerät, das man sich ans Ohr halten konnte und dabei über die einzelnen Geschichten der dazugehörigen Werke informiert wurde. Dafür musste man eine Nummer wählen, um bestimmte Infos über zahlreiche Gemälde und Skulpturen abzurufen. In den meist gewaltigen Räumen befanden sich nie allzu viele Gegenstände. Goldige Barockmuster und Malereien von himmlischen Erscheinungen zogen über die hohen Decken. Edle Vasen und Statuen schmückten die Zimmer. Und fünf Meter große Bildwerke hingen an den ebenso großen Wänden. Obwohl die herrschende Atmosphäre durch die vielen Besucher sehr wirr war, konnte man sich gut vorstellen, dass hier einmal wohlhabende Menschen gelebt hatten. Aus den Fenstern erblickte an man außerdem den königlichen Garten.

Nun war es langsam Zeit für das Abendessen. Also machten wir noch ein Gruppenfoto mit dem Schloss als Hintergrund, bevor wir in den Bus stiegen. Im Flunch-Restaurant wurde heute Steak angeboten. Ehrlich gesagt, gab es an den andern Tagen Besseres, doch letztendlich wurden wir auch heute satt. Mousse au Chocolat und ein Brownie bildeten das abschließende Dessert.

Nach dem Abendessen fuhren wir mit dem Bus zur Sacré-Cœur. Diese ist eine römisch-katholische Wallfahrtskirche auf dem Montmartre. Auch wenn viele schon müde waren, die wunderbare Aussicht über Kilometer hinweg auf Paris in der Abenddämmerung wird sicher noch allen in Erinnerung bleiben.
 

22. April

Am 22. April, dem Mittwoch, besuchten wir mit unserer Gruppe das Museum Le Louvre'', eines der bekanntesten Museen der Welt. Um 7:00 Uhr morgens war es Zeit zum Aufstehen, da wir um 7:30 beim Frühstück sein mussten. Um 8:30 Uhr sollten wir fertig im Bus sitzen, denn mit diesem würden wir gleich zum Louvre fahren. Es war sehr aufregend und interessant. Dort konnten wir eine große Anzahl von Gemälden und anderen Kunstwerken betrachten, zu denen Informationen in einem Computer im jeweiligen Ausstellungsraum verzeichnet waren. Die bekanntesten Stücke waren sowohl Das letzte Abendmahl'' und die Mona Lisa'' von Leonardo Da Vinci, als auch die Sphynx-Statue von Ramses II. Von 10:00 Uhr bis 14:45Uhr konnten wir uns frei im Louvre bewegen, bis wir uns in der Eingangshalle wieder versammelten, um anschließend mit der Rolltreppe zum Platz der berühmten Glaspyramide aufzusteigen.

Es folgte ein ordentliches Fotoshooting bis 15:00 Uhr, als es wieder Busfahren hieß. Nun ging es in Richtung Eiffelturm. Allen hat der Besuch des Louvre Museums sehr gefallen und niemandem war auch nur ein bisschen langweilig, doch das hatte auch keiner erwartet bei solch bedeutenden Kunstwerken.

Nach dem Besuch im Louvre sind wir ca. 15 Minuten mit dem Bus zum Eiffelturm gefahren. Auf der Fahrt dorthin, haben sich viele Schüler erholt und ein wenig geschlafen. Schon als wir uns dem Eiffelturm näherten, fotografierten einige diesen mit ihren Handys. Endlich durften wir aussteigen und als aller erstes machten wir ein gemeinsames Bild vor dem weltberühmten Eiffelturm. Nachdem alle Bilder und Videos aufgenommen wurden, hatten wir ca. eine halbe Stunde Freizeit, um die Gegend zu erkunden. Da das Wetter so schön war, konnten wir uns auf einer großen Wiese, wo noch viele andere Leute alle Art von Entspannung genossen, ausruhen. Gemeinsam wollten wir nun hoch auf die zweite Etage des Eiffelturms fahren. Dort mussten wir an der Warteschlange zum Aufzug ungefähr 15 Minuten anstehen. Jetzt war es soweit. Als Erstes mussten wir durch eine Taschenkontrolle, dann unsere Fahrkarten vorzeigen und schließlich ging es mit 45 weiteren Personen in den Fahrstuhl. Die Fahrt bis zum zweiten Stockwerk dauerte zwei Minuten. Als sich die Tür öffnete, stürmten alle sofort zur Aussichtsplattform und schossen Fotos. Man konnte kilometerweit über Paris schauen und die schöne Stadt von einem wunderbaren Ausblick genießen. Außerdem gab es in der zweiten Etage kleine Souvenirläden und ein Restaurant. Einige von unseren Schülern nahmen die Treppe hinunter zum ersten Stock. Dort war der Boden aus Glas, sodass wir den großen Platz unter dem Eiffelturm aus einer atemberaubenden Perspektive sehen konnten. Für diejenigen mit Höhenangst wohl eher eine weniger tolle Erfahrung. Bis nach ganz unten sind die Meisten wieder mit dem Aufzug gefahren.

 

Nachdem wir auf dem Eiffelturm waren, gingen wir hinunter zur Seine. Auf dem Boot „Bateaux Parisiens“ suchten wir uns einen guten Platz, um möglichst alles sehen zu können und warteten bis es endlich losging. Eine Touristenführerin begrüßte freundlich alle Gäste und erklärte den Ablauf der Bootsfahrt in erstaunlichen sechs Sprachen. Außerdem erklärte nicht nur sie die vorbeiziehenden Sehenswürdigkeiten, denn jeder hatte dazu auch noch einen Audio-Guide an der Seite unseres Sitzes, mit dem man auf einer bestimmten Nummer alle Informationen auf verschiedenen Sprachen mithören konnte. So erfuhren wir viele Geschichten über die einzelnen Brücken wie zum Beispiel die Pont d'Alexandre, die an Zar Alexander III. erinnert oder die Pont d'Art, die Brücke mit den tausend Schlössern. Nach ungefähr 20 Minuten kehrten wir wieder um. Auf dem Rückweg fuhren wir durch die romantischste Brücke in Paris, das verriet uns der Audio-Guide. Das Gerät bot an, unsere Augen zu schließen und uns etwas zu wünschen, wenn wir unter der Brücke hindurch fahren würden. Die einen taten es und andere nicht. So langsam kam es dann auch schon zum Ende. Wir stiegen aus dem Boot und gingen alle zusammen zurück zum Bus, um so schnell wie möglich unser Abendessen zu bekommen.

   

Wer nach dem Abendessen noch Lust und Energie hatte, durfte sich noch auf den Place de la Nation begeben, um einer der größten und wichtigsten Verkehrsknotenpunkte der Stadt kennenzulernen und außerdem in der Mitte des Platzes die Figur „le Triomphe de la République“ zu bewundern.


23. April

Leider stand nun schon der so gesehen letzte Tag in Paris an. Wie schnell die Woche doch vergangen war. Das Wetter spielte an diesem Tag wieder mal mit, denn es gab herrlichen Sonnenschein.

   

Nach einem ausgiebigen Frühstück im Hotel fuhren wir ca. eine Stunde zum Disneyland. Dort angekommen, durften wir entscheiden, ob wir ins originale Disneyland, das etwas für kleinere Kinder oder ins Disney Studio, für Jugendliche geeignet, gehen wollen. Alle entschieden sich für den Besuch des Disney Studios. Leider war es trotz der frühen Uhrzeit schon ziemlich voll. Da wir nur vier Stunden Zeit hatten und man bei manchen Attraktionen bis zu 70 min warten musste, konnten wir leider nicht alles ausprobieren. Aber unvergesslich wird für uns z.B. der Besuch des 4D Kinos bleiben, in dem Ratatouille eine große Rolle spielte oder die actionreiche Stuntshow mit atemberaubenden Motorrad- und Autostunts. Die letzten Souvenirs im Gepäck, mussten wir auch schon wieder weiter, denn jetzt hatten wir genug Zeit, um richtig zu shoppen. Und zwar in der Avenue des Champs-Élysées. Die 1910 Meter lange und 70 Meter breite Avenue endet mit der Einmündung in die Place Charles-de-Gaulle, auf der der Triumphbogen steht. Zuerst wollten wir nicht glauben, dass wir diese ganze Straße zu Fuß entlang laufen sollten, doch als wir es tatsächlich taten, war es nur halb so schlimm. Die vielen Läden, unter anderem auch bekannte wie z.B. H&M, boten uns allerlei Arten von Kleidung und Kosmetik bis hin zu Süßwaren und Leckereien an. Natürlich hatten diese Produkte auch ihre Preise, doch so einiges konnte man sich doch schon leisten. Wenn wir genug vom Einkaufen hatten, sollten wir uns am Obelisk von Luxor orientieren und uns zum Place de la Concorde begeben, wo wir uns an einem Brunnen ausruhten.

Am Abend aßen wir im bekannten Pariser Hard Rock Café, in dem durchgehend Rock Musik gespielt wurde. An den Wänden konnten wir die Kleidungsstücke oder Instrumente berühmter Musiker wie z.B. ein Jacket von Elvis Presley oder eine Bluse von Tina Turner bewundern.

   

Zum Abendbrot durften wir unter verschiedenen Burgern wählen, die uns mit Pommes und Cola serviert wurden. Die Atmosphäre hier war einfach super und das Essen lecker. Nachdem wir noch ein kleines Eis gegessen hatten, brachte uns unser Busfahrer schon zum Hotel zurück. Im Hotel angekommen, hieß es dann nach dieser erlebnisreichen Woche die Koffer für die lange Rückreise zu packen.

Wir haben Paris als eine bedeutende und bewundernswerte Stadt kennengelernt und viele von uns würden gerne noch einmal hinfahren, um die schönen Ecken und Viertel dieser Stadt zu genießen.


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