Erneuerung des Kräutergartens

Einführung

Die alte Boulebahn auf dem südlichen Schulgelände der Johann-Comenius-Oberschule in Cloppenburg wurde vor einigen Jahren nicht mehr benötigt. Der Sand wurde abgetragen und durch Mutterboden aufgefüllt. Es wurde ein kleiner Schulgarten angelegt. Der Garten wurde einige Zeit genutzt und dann eroberten Unkraut und Gras die Fläche zurück, sodass eine Erneuerung dringend notwendig wurde.

Planungsphase

Der Wahlpflichtkurs-Biologie der Klasse 9H unter der Leitung von Herrn Grothe und die Garten/ Kreativ-AG unter der Leitung von Frau Wilhelm übernahmen die Planung und die praktische Arbeit am neuen Kräutergarten. Zuerst wurde eine Bestandsaufnahme der Bepflanzung vorgenommen und wir entschlossen uns, einige der vorhandenen Pflanzen zu erhalten und an anderer Stelle des Gartens neu einzupflanzen. Der größte Teil der Beetfläche sollte jedoch abgeräumt, entkrautet und neu bepflanzt werden. Es wurde in Zusammenarbeit mit der Bioland Baumschule Pöhler in Höltinghausen ein Bepflanzungsplan erstellt. Die Neubepflanzung wurde sowohl in der Biolandbaumschule Pöhler als auch in der Gärtnerei Lüske in Höltinghausen eingekauft und nach Cloppenburg transportiert.

Praktische Phase

In mühevoller Kleinarbeit mussten wir die gesamte Fläche abräumen und von wucherndem Unkraut befreien. Dazu benutzten wir Hacken und Harken und natürlich auch unsere Hände.

 

Sobald der Wildbewuchs entfernt war, lockerten wir den Mutterboden mit Hilfe von Spaten auf und  bereiteten ihn so für die Neubepflanzung vor.

 

Der erstellte Pflanzplan wurde als Grundlage für die Neubepflanzung genutzt und die Kräuterpflanzen, die wir aus dem Altbestand retten konnten, wurden entsprechend dem Plan umgesetzt.

 

Nachdem wir die Altpflanzen umgesetzt hatten, konnten wir die neuen Beerensträucher und Kräuterpflanzen gemäß dem Pflanzplan einpflanzen.

   

Die Pflanzen benötigen nach dem Einpflanzen viel Wasser. Durch das kräftige Angießen mit dem Gartenschlauch für die größeren Sträucher und mit der Gießkanne für die kleinen Kräuterpflanzen werden die feinen Wurzeln mit Erde eingeschlemmt. So können die Pflanzen von Beginn an direkt Nährstoffe und Wasser zum Wachstum aus dem Boden aufnehmen.

 

 

Der Kräutergarten soll von allen Seiten gut begehbar sein, und deshalb haben wir uns entschlossen, Trittsteine einzubauen. Der Bauhof der Stadt Cloppenburg stellte uns auf Anfrage unbürokratisch zwei Schubkarren voll mit kleinen Bruchsteinen zur Verfügung.


Es sollen auch kleinere Schülerinnen und Schüler die einzelnen Pflanzen erreichen können, und deshalb wählten wir kleine Abstände zwischen den einzelnen Trittsteinen und bauten sie entsprechend ein. Um die Begehbarkeit dem Pflanzenwuchs anzupassen, wurden die steine lediglich in die oberste Erdschicht eingearbeitet und nicht stärker befestigt.

 

   
   
   

Zum Abschluss haben wir das gesamte Beet noch einmal mit den Hacken gut durchgehackt, um die bei der Pflanzung fest getretene Erde wieder aufzulockern. Die Beetumrandung und die Trittsteine wurden gesäubert. 

     
     
     

Zur Dokumentation unserer Arbeit haben wir die Bepflanzung in einem Foto beschriftet und alle Beeren- und Kräuterpflanzen aufgeführt.

 

Die Wahlpflichtkurse Hauswirtschaft von Frau Langen und Frau Lukaßen haben bereits im Herbst die ersten frischen Kräuter aus unserem neuen Kräutergarten ernten können. Sie haben einige Gericht in unserer Schulküche zubereitet, die durch unsere eigenen Kräuter erst richtig lecker wurden. Hier wurden eine Gemüsesuppe mit Petersilie und Schnittlauch und ein italienisches geröstetes Weißbrot mit Tomaten, Knoblauch und reichlich Basilikum zubereitet.

 

Das Kräuterbeet wird nun durch die Kreativ- und Garten-AG unter der Leitung von Frau Wienken weiter betreut. Die Gruppe sorgt in regelmäßigen Abständen dafür, dass der Unkrautbewuchs nicht überhand nimmt.

Im Winter wartet der Kräutergarten unter einer dicken Schneedecke auf ein hoffentlich erntereiches Jahr.

 

     

Zum Start in das neue Jahr mussten wir die üppig wachsenden Unkräuter jäten, das Beet ordentlich durchhacken und vom alten Laub der umliegenden Laubbäume säubern. Es hat sich gezeigt, dass die Kräuterpflanzen leider doch häufig beschädigt werden, da das Schulgelände außerhalb der Schulzeiten und in den Schulferien frei zugänglich ist. Um diesem sehr ärgerlichen Problem entgegenzuwirken, haben wir in den letzten Wochen die Planung und Errichtung eines Zaunes um das Beet herum vorangetrieben. Die Holzpfosten für den Zaun haben wir einem Vorschlaghammer in die Wiese gehämmert und anschließen den kunststoffummantelten Draht mit Stahlkrampen befestigt.

   

Anschließend haben wir eine bunte Mischung unterschiedlichster Büsche entlang des Zaunes gepflanzt.

   

In den Sommerferien hat sich, bedingt durch das sehr warme aber auch sehr regnerische Wetter, das Unkraut in unserem Beet sehr stark ausgebreitet und leider zum Teil auch die Kräuterpflanzen überwuchert. Wir haben deshalb große Teile des Beetes vom Unkraut befreit und umgegraben.

 

   

Ausblick

In den kommenden Wochen sollen einige neue Kräuter, die auch den kommenden Winter überstehen können, gepflanzt werden. In Zusammenarbeit mit der Gruppe „Technisches Werken“ unter der Leitung von Herrn Wider soll ein Holztor angefertigt und in den Zaun zum Kräutergarten eingebaut werden. In den kommenden Monaten soll die Beetfläche innerhalb der Einzäunung vergrößert werden, damit wir im kommenden Frühjahr mehr Anbaufläche zur Verfügung haben. Die Planung dieser Neuanlage einzelner Beete steht in den nächsten Wochen an. Sobald sich hier wieder etwas tut, werden wir an dieser Stelle weiter berichten.

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