NWZ, 11.04.2017

Gütesiegel für Berufsorientierung

Die erzielte Qualitätsverbesserung spricht für die Schule. Der Dank gilt allen Beteiligten.

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Heinz Josef Schröder, Heike Brinkhus, Schulleiterin Marlene Altevers, Rudolf Thobe, Claudius Wider, Thomas Grothe, Elena Wilhelm, Marie Fatmann und Dennis Baal (v.l.) freuten sich über die Verleihung der Urkunde.
Bild: Theo Hinrichs

Cloppenburg - In ihrer Begrüßungsrede unterstrich Marlene Altevers als Leiterin der Johann-Comenius-Oberschule in Cloppenburg die Bedeutung der Berufsorientierung: „Dieses Thema hat an unserer Schule einen hohen Stellenwert.“ Dafür wurde die Schule durch eine Urkunde der Gütesiegel-Kommission Nordwest zertifiziert. Zahlreiche Gäste waren der Einladung zur Verleihung in die Aula gefolgt.

Trotz kritischer Worte habe die Berufsorientierung ihren Stellenwert. Sie koste Geld und beanspruche Raum und Zeit. Durch die Einführung der Berufsorientierung habe die Schule eine deutliche Qualitätsverbesserung erreicht, erfuhren die Gäste.

Vor Ort beginnt die Berufsorientierung in der Klassenstufe 7. Ziele sind die frühzeitige Hinführung der Schüler zu einem Berufsbild und zur Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Die Förderung sozialer Eigenschaften wie Fleiß, Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit sind Voraussetzungen einer guten Berufsfindung. Sie ist an die Gesellschaft angepasst und wichtiger Bestandteil für alle Schüler. Die Zertifizierung bestätigt die Maßnahmen der Berufsorientierung. Gefördert werden die Kooperation mit örtlichen Betrieben sowie eine Öffnung zum Arbeitsmarkt.

Altevers bedankte sich bei allen Beteiligten. In seinem Grußwort unterstrich Andreas Krems für die Stadt Cloppenburg die Bedeutung der Auszeichnung: „Es ist schon eine gute Sache.“ Berufsfindung sei sehr wichtig, um die Schwelle zum Beruf zu überwinden. Für die Kreishandwerkerschaft gratulierte Geschäftsführer Detlef Irmer. Er betonte die Unterstützung der Schüler bei dem Erlangen von Kenntnissen über die Arbeitswelt. Ein Vertreter der Agentur für Arbeit erinnerte an die Erstellung des Schulbiotops. Mit finanzieller Unterstützung konnte die Anlage erbaut werden. Dadurch wurde auch der Kontakt zur Berufswelt hergestellt. 770 Schüler waren beteiligt.

Heinz Josef Schröder, einer der Juroren, machte deutlich, dass Schüler die Zukunft seien. Er forderte sie auf, ihre Eltern mit ins Boot zu nehmen bei der Berufsfindung. „Das Gütesiegel ist hilfreich, sich beruflich positiv zu entwickeln“, so Schröder. Nach seiner Meinung ist es wichtig, Kraft in Bildung und Ausbildung zu stecken.