NWZ, 21.06.2016

Lob gilt Biotop und Kräutern

Titel „Umweltschule in Europa“ für Johann-Comenius-Oberschule

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Die Vertreter der Titelträger aus dem Landkreis Cloppenburg (v.l.): Robin Schnell (BBS Museumsdorf), Beate Robben (Vincenzhaus), Marlene Altevers (Johann-Comenius-Oberschule), Norbert Berssen (BBS Friesoythe) und Margret Abeln (Anne-Frank-Schule).
Bild: Theo Hinrichs

Die in Cloppenburg Ausgezeichneten haben sich zwei Jahre lang für das Projekt engagiert. Dafür gab es auch ein Lob von Bürgermeister Dr. Wolfgang Wiese (CDU).

Cloppenburg Fünf Schulen aus dem Landkreis Cloppenburg tragen seit Dienstagvormittag den Titel „Umweltschule in Europa/Agenda 21-Schule“. Sie gehören zu den 33 Schulen, die Vertreter des Kultusministeriums, der Landesschulbehörde und der Deutschen Gesellschaft für Umwelterziehung bei einem Festakt in der Cloppenburger Johann-Comenius-Oberschule ausgezeichnet haben. Die Feier ergänzte ein Markt der Möglichkeiten, bei dem sich die weiteren Projekte vorstellten.

Neben der Gastgeberschule, die einen Kräutergarten sowie ein Biotop beigesteuert hatte, zählen das St.-Vincenz-Haus (Cloppenburg), die Anne-Frank-Schule (Molbergen), die BBS Friesoythe und die BBS am Museumsdorf Cloppenburg zu den heimischen Titelträgern. Aktuell beteiligen sich 90 Schulen aus dem Schulbezirk Osnabrück, fast 340 aus Niedersachsen und bundesweit mehr als 700 Schulen dem Projekt.

Die Ausgezeichneten haben sich in den vergangenen zwei Jahren intensiv mit dem Thema Natur- und Umweltschutz beschäftigt. „Schulische Strukturen müssen weiter verändert werden. Die Ganztagsschulen sind hier Vorbilder bei der Veränderung der Inhalte. Dadurch haben sie einen anderen Stellenwert erhalten. Die Ziele sind ein guter Unterricht und Orte des Wohlfühlens“, sagte Marlene Altevers, Leiterin der Johann-Comenius-Oberschule. Ihrer Auffassung nach spielen Ganztagsschulen für die Integration und Inklusion eine wichtige Rolle. Gerade in den Projekten seien Gestaltungskompetenzen ein Hauptbestandteil. Umweltbildung werde mit dem Schulprogramm verknüpft. Energie und Klimaschutz in Verbindung mit anderen Projekten stellten wichtige Prozesse dar. „Wir müssen uns für schulische Projektarbeit stark machen“, betonte Alt­evers. Ergänzend fügte sie hinzu: „Ohne engagierte Kollegen gäbe es keine Auszeichnungen.“ Und auch die Schüler lobte Altevers: „Ihr dürft auf die geleistete Arbeit stolz sein.“

„Heute ist ein guter Tag“, unterstrich Bürgermeister Dr. Wolfgang Wiese (CDU). Zudem würdigte er die Arbeit der Teilnehmer an dem Projekt Umweltschule und bedankte sich bei allen, die es mit auf den Weg gebracht haben. Anschließend pflanzte Wiese mit Altevers und einigen Schülern eine Platane.