NWZ, 20.02.2014

Schüler analysieren Stärken

Alkohol- und Drogenmissbrauch im Fokus

Prävention stand in der Johann-Comenius-Oberschule auf dem Unterrichtsplan. Auch der Umgang mit dem Internet wurde thematisiert.

von eb



Neuntklässler setzten sich bei einem Projekt mit den Folgen überhöhten Alkoholkonsums auf den Körper auseinander.

Bild: Anne Sprock

Cloppenburg Eine Woche lang haben sich die Schüler der Johann-Comenius-Oberschule Cloppenburg jetzt mit Prävention beschäftigt. „In unserem Schulprogramm haben die Prävention und die Jugendförderung einen sehr hohen Stellenwert“, so Anne Sprock, didaktische Leitung der Einrichtung.

Die Tage wurden von Sprock, der zweiten Konrektorin Marion Luckau sowie etlichen außerschulischen Partnern auf die Beine gestellt. So waren das Deutsche Rote Kreuz, die Polizei Cloppenburg, die AOK und die Krankenkasse HKK, die psychologische Beratungsstelle und das Umweltzentrum Stapelfeld mit von der Partie, um die Schüler in ihrem Selbstbewusstsein zu stärken, auf die Gefahren von legalen und illegalen Drogen hinzuweisen sowie geeignete Präventionsmaßnahmen durchzuführen.

„Alkohol ist ein hervorragendes Lösungsmittel: Es löst Familien, Ehen, Freundschaften, Arbeitsverhältnisse, Bankkonten, Leber und Gehirn auf. Es löst nur keine Probleme.“ Unter dieser Überschrift begann die Arbeit in den höheren Jahrgangsstufen, um ein Zeichen gegen Alkoholexzesse bei Jugendlichen zu setzen. In anderen Kursen wurde auf gesunde Ernährung hingewiesen. Auch die Stärkung im sozialen Bereich, die Entwicklung von Toleranz gegenüber anderen sowie das Erkennen von eigenen Stärken und Schwächen wurden fokussiert.

Ein weiterer Schwerpunkt der Präventionstage lag auf dem verantwortungsbewussten Umgang mit dem Internet und dem Verhalten in sozialen Netzwerken. Neben den privaten Benutzereinstellungen bei „Facebook“ wurden das „Recht am eigenen Bild“ und das bei Jugendlichen häufig praktizierte „Sexting“ thematisch aufgearbeitet.

Am Ende der Woche wurde die Aufführung des Theaterstückes „Fake – Oder war doch nur Spaß“ in der Mensa dargeboten. Das Theaterstück thematisiert die Gefahren von Mobbing. Eindrucksvoll machten die Darsteller deutlich, wie schnell Schüler Opfer von Mobbing, insbesondere des Cyber-Mobbings, werden können. Vordergründig wurden die Gefühle und Gedanken der 17-jährigen Protagonistin Lea behandelt. Lea, die davon träumt, Sängerin zu werden, wird von einer Casting-Agentur aufgenommen,

Zunächst zieht sie nur den Neid ihrer Mitschüler auf sich, aber aus kleinen Sticheleien werden schnell gezielte Mobbing-Attacken. Thematisiert wurden auch die Folgen von Beleidigungen, Bedrohungen und sexueller Belästigung über Internet und Handy.